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Erbe der Flussgeschichte

Heute scheint nichts mehr an die gewaltigen Kräfte zu erinnern, die den Flusslauf immer wieder veränderten. Doch die Spuren des Neckars blieben wie Zeitmarken in der Landschaft zurück: Trockengefallene Talböden und Umlaufberge, die sich heute weit über dem Neckar befinden, machen deutlich, dass sich das Flusstal in einem Jahrmillionen alten Wechselspiel wandelte.

Die Geburtsstunde des Neckars schlug, als sich der Oberrheingraben bildete. Absinkende Bruchschollen und der sich heraushebende Odenwald führten dazu, dass sich vor 30 Millionen Jahren erstmals Fließgewässer nach Westen orientierten. Aufgrund des Gefälles zum Rheingraben setzte ein als „rückschreitende Erosion“ bekannter Prozess ein: Durch immer wieder nachbrechende Quellnischen verlagerte sich das Quellgebiet des Neckars zunächst ostwärts, dann nach Süden hin.

Sukzessive verlängerte sich der Fluss; ein Vorgang, der sich freilich erst in Jahrtausenden bemerkbar macht und mit menschlichem Zeitmaß nicht nachvollziehbar ist. In den letzten fünf Millionen Jahren sägte sich der Fluss zudem tief in die Gesteinsschichten hinein und modellierte sein „romantisches“ Tal. Auch die Margaretenschlucht und andere tief eingeschnittene Klingen und Bachtäler gehören zum faszinierenden Formenschatz am unteren Lauf des Neckars.

 

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