Drucken

Wanderetappen

Die folgenden neun Wanderetappen sind Tourenvorschläge, die Sie selbstverständlich nach Ihren individuellen Wanderwünschen variieren können. Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten sind am Neckarsteig zahlreich vorhanden, die Laufrichtung ist frei wählbar.

Wir empfehlen Ihnen, genug Zeit für die Erkundung der Altstädte, Burgen, Dörfer, historischen Bauwerke sowie der Naturparkpfade mit Tafeln und natürlich auch für die landschaftlichen Attraktionen einzuplanen. Zu einem ergiebigen Wandererlebnis gehört außerdem der kulinarische Genuss in den Gasthäusern der Region.

Bitte beachten Sie bei Ihrer Zeitplanung, dass am Neckarsteig mit seiner Fülle an Erlebnispunkten und seinem herrlichen Wegverlauf einige Höhenunterschiede mit anspruchsvollen An- und Abstiegen zu bewältigen sind.

 

Hier gelangen Sie zum Download der Streckeninformationen.

 


Beschreibung der Etappen:


Heidelberg – Neckargemünd

 

Sehenswürdigkeiten:
Heidelberg Altstadt und Schloss - Aussichtspunkt Königstuhl - Felsenmeer - Burg Reichenstein - Neckargemünd Altstadt

Start / Ziel     Heidelberg Schloss (Schloss Wolfsbrunnenweg) Neckargemünd (S-Bahnhhof, Neckargemünd-Altstadt)

Schwierigkeit   Höhenmeter: 600 hoch, 650 m runter

Beginnen oder enden kann man mit der Wanderung in der Altstadt von Heidelberg, offizieller Start- bzw. Zielpunkt ist am Eingangstor des Heidelberger Schlosses. Die Himmelsleiter, ca. 1200 grob behauene Sandsteintreppenstufen, verbindet das Schloss mit dem Königstuhl. Vom Königstuhl aus – in 559 m Höhe – kann man bei gutem Wetter über den Oberrheingraben bis zum Pfälzer Wald sehen. Die Strecke zwischen dem Königstuhl und Neckargemünd führt immer wieder auf und ab. Forstwege und schmale Pfade prägen die Wegbeschaffenheit. Auf etwa halber Strecke lädt der Rastplatz am Hohlen Kästenbaum zu einer Rast ein. Vom herrlich gelegenen Gämsberg-Pavillon aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Neckarschleife. Der Steig führt über den Neckarriedkopf mit der gleichnamigen Schutzhütte, von der aus man auf den Dilsberg schauen kann. Ein schmaler Pfad verläuft durch das eindrucksvolle Naturschutzgebiet Felsenmeer mit seinem, für diese Gegend typischen, Buntsandstein. Am Rande von Neckargemünd liegt die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Reichenstein.




Neckargemünd – Neckarsteinach

 

Sehenswürdigkeiten:
Neckargemünd Altstadt – Bockfelsenhütte – Tillystein – Burgfeste - Dilsberg - Neckarsteinach Altstadt

Start / Ziel     Neckargemünd (S-Bahnhof Neckargemünd-Altstadt)
Neckarsteinach (Neckarlauer, Schiffsanlegestelle)

Schwierigkeit    Höhenmeter: 600 hoch, 650 m runter

Neckargemünd besticht mit seiner kleinen aber feinen Altstadt und seinem imposantem Stadttor. Im oberen Stadtwald von Neckargemünd gelangt man zur Bockfelsenhütte. Von dieser hat man einen einmaligen Ausblick auf Neckargemünd, die Neckarschleife und den Dilsberg. Der Tillystein erinnert an die Belagerung des Dilsbergs im Dreißigjährigen Krieg durch die Truppen von Tilly. Der Steig führt um die Burgfeste herum. Es lohnt sich aber, einen Abstecher durch den beschaulichen Ort Dilsberg mit seiner Burg zu machen. Von der 16 m hohen Burgmauer kann man den Neckar sehen, wie er um den Berg mäandriert. An der Friedenslinde an der hinteren Stadtmauer lädt ein Rastplatz zur Pause ein. Die Verbindung von Dilsberg und Neckarsteinach prägt ein wunderschöner Pfad durch Laubmischwaldgebiet. In Neckarsteinach überquert man erstmalig den Neckar an einer Staustufe, an der man das Schleusen der Neckarschifffahrt verfolgen kann. Die zahlreichen Parkbänke und die nahe gelegene Gastronomie mit den schattigen Biergärten laden zum Verweilen an der Neckarpromenade ein. Oder aber man erkundet die vier Burgen der hessischen Kleinstadt.

 

 


Neckarsteinach - Hirschhorn

 

Sehenswürdigkeiten:
Neckarsteinacher Burgen - Goetheblick - Hagedornweg – Schaubild - - Bildstock „Rotes Bild“ – Freischärler-Grab - Altstadt und Schloss Hirschhorn - Neckarstaustufe mit Schiffsschleuse

Start / Ziel     Neckarsteinach S-Bahnhof / Hirschhorn Altstadt

Schwierigkeit    Höhenmeter: 500 m hoch, 480 runter

Die direkt am Neckarsteig gelegene Hinterburg wurde um 1100 erbaut. Zur Mittelburg und zur Burg Schadek lohnt es sich einen kleinen Abstecher zu machen. Der Aussichtspunkt Goetheblick wird mit einem Wegzeichen angekündigt: Ein kleiner Stichweg führt zur gleichnamigen Aussichtsstelle, von der man einen wunderbaren Blick ins Neckartal hat. In herrlichem Mischwald eingebettet steht das Schaubild, ein schützendes Heilszeichen im Wald. Das Rote Bild, um das sich einige Sagen drehen, lädt zum Rasten ein. Das Freischärlergrab ist auf die Badische Revolution 1848/49 zurückzuführen. Die Burg Hirschhorn wurde um das Jahr 1260 gegründet und im 14. Jahrhundert erweitert. Da sie von größeren Zerstörungen verschont blieb, ist sie heute in einem sehr guten Zustand und beherbergt ein Hotel mit angegliedertem Restaurant. Die Staustufe und Schleuse ermöglichte Hirschhorn eine Ausdehnung auch auf die andere Neckarseite, dem heutigen Ersheim.

 


Hirschhorn – Eberbach

 

Sehenswürdigkeiten:    
Steinerner Tisch - Umlaufberg Tannenkopf - Gretengrund - Eberbacher Altstadt

Start / Ziel     Hirschhorn Altstadt / Eberbach Altstadt

Schwierigkeit   Höhenmeter: 450 m hoch und runter

Der Steinerne Tisch wurde 1797 als Rastplatz für Jagdgesellschaften errichtet. Damals war der Blick auf das Schloss Hirschhorn noch frei. Auf dem Neckarsteig umrundet man den Umlaufberg Tannenkopf. Der Gretengrund, ein Bachlauf parallel zum Gammelsbachtal, bietet an heißen Sommertagen ausreichend Schatten. Ein wunderschön gelegener Pfad oberhalb der Bahnlinie ermöglicht immer wieder einen Blick auf den Neckar oder auch auf die wunderschöne Stadt Eberbach, direkt am Neckar. In Eberbach hat man die Möglichkeit im parallel zur Uferstraße verlaufenden Park die Neckarschifffahrt bzw. die Ausflugsschiffe zu beobachten. Die gesamte Etappe ist geprägt von altem Baumbestand.

 

 


Eberbach – Neunkirchen

 

Sehenswürdigkeiten:
Kulturlandschaft Breitenstein - Teufelskanzel - Querung einer Staustufe - Burgruine Stolzeneck - Wilder Waibelstein - Dorfbesichtigung Neunkirchen

Start / Ziel    Eberbach Altstadt / Neunkichen Ortsrand

Schwierigkeit    Höhenmeter: 950 m hoch, 700 m runter

Der Breitenstein ist der Hausberg von Eberbach. Der „Neckarsteig“ und der „Eberbacher Pfad der Flussgeschichte“ vereinen sich hier zu einem, mit informativen Lehrtafeln ausgestatteten, Wanderweg. Hier erfährt man auf eindrucksvolle Weise, wie sich der Neckar in Jahrmillionen seinen Weg gebahnt hat. Auch die Streuobstwiesen auf dem Breitenstein bieten so einiges an Flora und Fauna. Der Ernst-Hohn-Pavillon, eine Schutzhütte am Schollerbuckel, ist ein einzigartiger Aussichtspunkt. Zur sogenannten Teufelskanzel führt der Neckarsteig auf schmalen Pfaden in herrlichem Mischwaldgebiet. Von dort sieht man den Rockenauer Steinbruch sowie die Schleuse. Bei der Schleuse Rockenau wechselt der Neckarsteig die Flussseite. Die Burgruine Stolzeneck wurde etwa um 1200 erbaut und war ab 1284 als kurpfälzisches Lehen an Dienstleute der Pfalzgrafen vergeben. Nach 1610 wurden die Burg und der zugehörige Burgweiler Krösselbach aufgegeben. Nahezu alpines Gelände passiert man auf dem Gebiet Wilder Waibelsberg beziehungsweise Krösselbacher Hang. Hier ist Trittsicherheit gefragt. Der Reihersee wurde ursprünglich als Futtersee für Reiher gebaut. Heute ist er ein wunderschöner Rastplatz mit Schutzhütte.

 

 


Neunkirchen - Neckargerach

 

Sehenswürdigkeiten:
Ruine Minneburg - markante Kerbtäler (Klingen) – Umlauftal um den Mittelberg - Dorfbesichtigungen in Neckarkatzenbach, Guttenbach und Neckargerach – Aussichtspunkt Linde

Start / Ziel:     Neunkirchen Ortsrand / Neckargerach S-Bahnhof

Schwierigkeit   Höhenmeter: 350 m hoch, 470 m runter

Herrliche Laubmischwälder prägen die Landschaft. Gegenüber von Neckargerach erhebt sich auf einem bewaldeten Berghang die Minneburg. Ihre jetzige Gestalt verdankt sie dem Ausbau in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Heute ist sie eine mächtige Ruine und ein beliebtes Ausflugsziel. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf das Neckartal. Zwei Grillplätze laden zum längeren Verweilen ein. Der Mittelberg war ein Umlaufberg, bevor der Neckar vor ca. 200.000 Jahren den Durchbruch geschafft hat und das bisherige Flussbett trockengefallen ist. Die ehemalige Flussschleife ist im Gelände gut zu erkennen. Besonders von der Anhöhe bei Neckarkatzenbach „Aussichtspunkt Linde“ sieht man die ehemalige Ur-Neckarschleife und kann so ein Gefühl für die Entwicklung eines solchen Flusslaufes bekommen. Die kleine Gemeinde Neckarkatzenbach besticht durch ihre idyllische Lage und den Blick auf den Mittelberg. In Guttenbach wandert man direkt auf dem Treidelpfad am Neckarufer entlang. Eine Brücke für Wanderer, Radfahrer und Autofahrer verbindet Neckargerach mit Guttenbach. Hier wechselt man auf dem Neckarsteig die Flussseite.

 




Neckargerach - Mosbach

 

Sehenswürdigkeiten:
„Margaretenschlucht-Pfad“ mit Naturpark-Tafeln – Flussschleife - Ludolfsklinge - „Schreckberg-Pfad“ - Buntsandstein- und Muschelkalk- Aufschlüsse - Naturschutzgebiet Hamberg – Altstadt Mosbach

Start / Ziel     Neckargerach S-Bahnhof / Mosbach Tourist Info

Schwierigkeit    Höhenmeter: 450 m hoch, 450 m runter

Der Margaretenschlucht Pfad ist bestückt mit etlichen Infotafeln zur Geologie. Die Wanderstrecke führt oberhalb der Bahnschiene mit wunderbarem Blick auf das Neckartal und auf den Mittelberg entlang bis zum Einstieg der Margaretenschlucht. Das Passieren der Margaretenschlucht empfiehlt sich bei guter Witterung. Bei Regen oder kalten Temperaturen ist mit Behinderungen zu rechnen, da immer wieder wasserreiche Stellen überquert werden müssen. Zu beachten ist ebenso, dass der Wanderweg über Felsstufen an gefährlichen Steilwänden erfolgt. Die Schlucht steht schon seit 1940 unter Naturschutz. Die kleinere Schlucht Ludolfsklinge fügt sich ebenso in das Landschaftsbild. Die Gebiete Hamberg, Henschelberg und Schreckberg zeichnen sich vor allem durch artenreiche Wiesen- und Wacholderheiden, markante Felsbänke und Schutthalden, sowie reich strukturierte Waldränder und Gebüsche aus. Die Vielfalt der Kulturlandschaft auf den Muschelkalkböden wurde durch die frühere Nutzung als Äcker, Weinberge, Wiesen und Weiden geprägt. An den Hängen wurden einst Trockenmauern aus Kalk- oder Buntsandstein angelegt um die Anbauterrassen zu stützen. Heute bieten die Mauern spezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Die historische Altstadt Mosbachs ist von liebevoll hergerichteten Fachwerkhäusern und mittelalterlichen Straßenzügen geprägt.
 

 



Mosbach – Gundelsheim

 

Sehenswürdigkeiten:
Mahnmal der deportierten Juden Badens - Burg Hornberg – Fuß- und Radwegbrücke bei Haßmersheim - Michaelskapelle – historischer Pfad und Altstadt in Gundelsheim - Schloss Horneck

Start / Ziel:    Mosbach Tourist Info, Gundelsheim Schloss Horneck / Neckarstraße

Schwierigkeit    Höhenmeter: 450 m hoch, 500 m runter

Das Mahnmal Neckarzimmern erinnert an die Deportation nahezu aller Jüdinnen und Juden Badens, der Pfalz und des Saarlandes. Es besteht aus einer großen Bodenskulptur in Form eines Davidsterns. Die Burg Hornberg war 45 Jahre lang Residenz von Götz von Berlichingen und wurde vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet. Dank einer Fuß - und Radwegbrücke wird der Bahnhof mit Haßmersheim auf der anderen Neckarseite verbunden. Die Michaelskapelle steht inmitten eines Landschaftsschutzgebietes auf dem Michaelsberg. Sie gilt als eines der ältesten Kirchengebäude der Region. Die sogenannte Himmelsleiter führt durch die terrassenartig angelegten Weinberge „Himmelreich“ und verbindet den Michaelsberg mit der Deutschordenstadt Gundelsheim. Auf dem „Historischen Pfad“ durch die Altstadt kann man einen Ausflug in die Geschichte der Stadt machen. Das Schloss Horneck ist schon von weitem zu sehen und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Neckarburgen Ehrenberg, Guttenberg und Hornberg. Zusammen mit der Burg Guttenberg war die Burg Horneck wichtiges Glied der Verbindungswege zwischen Heilbronn und Heidelberg. Heute dient die Schlossanlage als Heimathaus Siebenbürgen der Siebenbürger Sachsen mit angeschlossenem Museum zu ihrer Geschichte.

 



Gundelsheim – Bad Wimpfen

 

Sehenswürdigkeiten:
Burg Guttenberg und Ehrenberg - jüdischer Friedhof – Bergkirche - Schloss Heinsheim - Weinberge - Wegabschnitt am Neckarufer - staufische Kaiserpfalz und denkmalgeschützte historische Altstadt von Bad Wimpfen

Start / Ziel:    Gundelsheim Schloss Horneck / Neckarstraße Bad Wimpfen historische Altstadt
Schwierigkeit    Höhenmeter: 210 m hoch, 230 m runter

Der Neckarsteig führt direkt an der Burg Guttenberg vorbei. Sie ist eine spätmittelalterliche Höhenburg die nie zerstört und seit fast 800 Jahren kontinuierlich bewohnt wurde. Die Anlage beherbergt u. a. die Deutsche Greifenwarte sowie ein Burgmuseum und ein Restaurant. Im Jüdischen Friedhof außerhalb vom Bad Rappenauer Teilort Heinsheim wurden schon seit dem 16. Jahrhundert die Verstorbenen aus Bad Rappenau und aus weiteren 25 jüdischen Gemeinden in der Umgebung beerdigt. Die im 10. Jahrhundert erstmals erwähnte Bergkirche ist ein Sakralgebäude und somit eines der ältesten Bauten. Die Burg Ehrenberg oberhalb von Heinsheim führt bis in das 12. Jahrhundert zurück. Das Schloss in Heinsheim wird heute als Hotel-Restaurant genutzt. Immer wieder hat man einen wunderbaren Blick auf die terrassenartig angelegten Weinberge. Schon von weitem kann man das Wahrzeichen von Bad Wimpfen, den Blauen Turm, sehen. Bad Wimpfen ist die größte Kaiserpfalz nördlich der Alpen und mit einer imposanten Stadtgeschichte ein Highlight für das man etwas mehr Zeit einplanen sollte.