Schifffahrt und Hochwasser am Neckar

Schleuse Rockenau

Der Neckar war stets Verkehrsachse. Flößer und Schiffer waren schon im Mittelalter auf dem Fluss unterwegs. Dampfschiffe fuhren ab 1841, vierzig Jahre später verkehrten Kettenschlepper. „Wir rannten nach vorn, um das Fahrzeug zu sehen“, schrieb der Neckartalreisende Mark Twain im Jahr 1878, „es war ein Schlepper, und zwar einer von sehr merkwürdigem Bau und Aussehen. Er hatte hinten neun Kähne angehängt. Während er schnaubend und stöhnend vorüberfuhr, entdeckten wir das Geheimnis seines Antriebs. Er schob sich dadurch hinauf, dass er sich an einer großen Kette vorwärtszog. Diese Kette ist im Flussbett verlegt und nur an den zwei Enden befestigt.“


 

 

Der Showdown der Kettenschleppschifffahrt war gekommen, als in den 1920er Jahren die Stauregulierung des Neckars einsetzte, die nicht nur Stufen und Schleusen, sondern auch Uferbefestigung und Ausbaggerung mit sich brachte. Bis zum Jahr 1958 wurden 27 Neckarstaustufen errichtet; zwischen Heidelberg und Bad Wimpfen entdecken Sie acht davon. Der einst wilde Flusslauf ist längst zur wichtigen Bundesschifffahrtsstraße geworden. Und für alle Eisenbahnromantiker: Die Einweihung der Neckartalbahn war im Jahr 1879.
Auch der kanalisierte Neckar tritt immer wieder einmal über seine Ufer. Schon in historischen Zeiten wurden die Städte und Dörfer am Fluss so manches Mal überflutet. Gefürchtet waren zudem die winterlichen Hochwässer mit Eisgang, die nicht selten Teile der Stadtmauern niederrissen. Schauen Sie doch einmal an den Altstadtfassaden nach den Hochwassermarken vergangener Jahrhunderte.

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