Steinreich

Gemächlich fließt der Neckar an den Bergflanken aus Buntsandstein- und Muschelkalk-Schichten entlang. In Heidelberg hat die Erosion den Granit unter dem Sandstein freigenagt und einst, vor den Zeiten der Stauregulierung, bedrohte hier noch ein im Flussbett aufragender Granitfelsen die Schiffe und Flöße: der „Hackteufel“.

Im Raum Mosbach, wo der Buntsandstein in den Muschelkalk übergeht, markiert der Gesteinswechsel auch den naturräumlichen Übergang vom Odenwald zu den Gäulandschaften des Baulandes und des Neckarlandes mit ihren eiszeitlich eingewehten fruchtbaren Lössauflagen.

Die Gesteine des Flusstals fallen Ihnen an den vom Neckar erodierten Steilhängen und in den aufgelassenen Steinbrüchen ins Auge. Im ausgehenden 19. Jahrhundert erlebte der rote „Neckartäler Hartsandstein“ eine wirtschaftliche Blüte. Auch die historische Bausubstanz, das alte Mauerwerk der Burgen, Kirchen und Bauernhäuser, erzählt Ihnen viel über das „Steinreich“ am Neckarsteig.

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